21.02.16

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Eine schwierige Kindheit ist wie ein unsichtbarer Feind:
Man weiß nie, wann er zuschlagen wird.
Benedict Wells

16.02.16

ausgebremst

letztens führ ich in einem auto unter verwendung eines navigationssystems. sobald man die erlaubte geschwindigkeitsbegrenzung überschritt oder sonstige reglementierung von nöten war, ertönte von seiten des gerätes "achtung". im schnitt war das alle gefühlte 5 minuten. "achtung". das letzte datenupdate musste schon etwas länger her gewesen sein, denn auch bei keinerlei ersichtlichen gründen ertönte das mahnende wort aus dem lautsprecher. die autofahrt war gepägt durch ständige ermahnung und hinweisung. bla bla bla "achtung", "achtung"... bla bla "achtung". !. eigentlich hatte man noch einen zusätzlichen mitfahrer. kaum hatte man ihn vergessen, drängte er sich wieder in den vordergrund. "achtung". jegliche gespräche waren untermalt und ergänzt mit "achtung".

ich möchte mir nicht ausmahlen, welche folgen dies bei regelmäßiger benutzung hinterlassen mag. die autoinsassen und insbesondere der fahrer muss das gefühl bekommen, die welt sei voller gefahren und versteckter hindernisse. "achtung". ich überlege, mir die haare schneiden zu lassen –- "achtung". ich wollte meinem arbeitskollegene schon immer mal sagen, dass... "achtung". vielleicht sollte ich mal anfangen, ... "achtung". selbst wenn man schwieg, sollte man aufpassen. ein einziges acht geben war das.

man könnte so ein gerät auch mal außerhalb des autos mitnehmen, auf die arbeit oder zu einem date zum beispiel. könnte auch ganz praktisch sein... "hm, soll ich heute vielleicht mal spaghetti bolognese zum mittag essen?" – "achtung". oder bei einem meeting, nach jedem "achtung" dürfte jemand anderes zu wort kommen. bei einem date, "zu dir oder zu... "achtung". oder wenn es spät wird und man die zeit überschritten hat, kommt eine galante ermnahnung aus dem off, "achtung".

die möglichkeiten des einsatzes sind schier unendlich, das antrainieren von stetiger angst und unsicherheit aber ebenso. von daher, weg mit dem ding und achtung nur vor einem selbst :) 

14.02.16

"Man braucht nur eine Insel
allein im weiten Meer.
Man braucht nur einen Menschen,
aber den braucht man sehr."

Mascha Koléko